Wolfsstreit geht weiter

Opposition will Bejagung, Regierung lehnt ab

HANNOVER. Der Umgang mit dem Wolf in Niedersachsen bleibt zwischen Landesregierung und Opposition umstritten. Während die FDP-Landtagsfraktion gestern in einem Antrag die Aufnahme der Wölfe ins Jagdrecht und den umgehenden Abschuss verhaltensauffälliger Tiere verlangte, erteilte Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne) diesen Forderungen eine Absage.
Die Opposition setzte sich für Maßnahmen ein, „die in vielen Punkten gegen
geltendes Recht verstoßen". Künftig sollen auch reine Hobbyhalter
Finanzierungshilfen für Schutzmaßnahmen bekommen.
Der FDP-Abgeordnete Gero Hocker sagte, die Beweislast bei Nutztierrissen
müsse umgekehrt, die Präventions- und Entschädigungszahlungen an die Halter
müssten deutlich vereinfacht und dürften nicht mehr gedeckelt werden. Auch
die CDU-Fraktion legte gestern Vorschläge zur Eindämmung der Wolfspopulation
vor. Demnach soll die Bejagung von bestimmten Jung- und Einzeltieren
ermöglicht werden. In Niedersachsen leben rund 90 Wölfe in freier Wildbahn.

Quelle: Kreiszeitung, 21. März 2017

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