Hocker kritisiert verschlafene Reformen

Vorstandswahlen bei der FDP im Landkreis

ACHIM • „Nach der Entwicklung der letzten Monate machen einen einstimmige Wahlergebnisse eher vorsichtig", kommentiert Gero Hocker seine Wiederwahl ohne Gegenstimmen und Enthaltungen als Vorsitzender der FDP im Landkreis Verden. Der Bundestagsabgeordnete wird weiterhin von seinen Stellvertretern Thomas Ceglarek-Brockshus und Karl Heinz Hildebrandt unterstützt. Komplettiert wird das Team von Benjamin Berg als Geschäftsführer, Wolfgang Kaib als Schatzmeister und Christoph Pein in der Funktion des Pressesprechers, berichtet die Partei in einer Pressemitteilung.

In seiner Rede stimmte Hocker die Mitglieder auf die kommenden Jahre ein und zeigte die Notwendigkeit von Reformen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene auf. „Die hervorragende wirtschaftliche Lage täuscht über die verschlafenen Reformen hinweg. Hinzu kommen neue Herausforderungen wie die Flüchtlingskrise, bei der seitens der Kanzlerin nach wie vor keine wirklich strategische Herangehensweise er kennbar ist und voraussichtlich in der GroKo auch nicht sein wird", so Hocker. As Lösungen präsentierte er die konsequente Anwendung rechtsstaatlicher Regeln als auch ein Zuwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild, das dringend benötigten Fachkräften eine Bleibeperspektive ermöglichen würde.

Des Weiteren äußerte sich Hocker besorgt über die schwindende Wettbewerbsfähigkeit: „Um im nächsten wirtschaftlichen Abschwung nicht den Anschluss zu verlieren, brauchen wir dringend steuerliche Entlastungen und Entbürokratisierung - für Unternehmen und Bürger! Zudem müssen wir für eine bessere Bildung unserer Kinder sorgen, die föderalen Versuche der letzten Jahrzehnte sind zum großen Teil gescheitert. Es wird Zeit, dass das Kooperationsverbot gelockert wird und endlich auch der Bund bei der Finanzierung unserer Schulen einspringen kann." In Berlin sehe Hocker im Spannungsfeld zwischen linken Parteien und der AFD gute Chancen, dass die FDP durch klare Positionierungen in der Wählergunst steigt.

 

Quelle: Kreiszeitung, 20. März 2018

Zurück