Chance für Anglerverein und Brake

Achimer FDP appelliert an Landkreis

ACHIM. Der FDP-Stadtverband Achim sieht die Große Brake in Bierden als prägendes Altarm-Gewässer im Achimer Stadtgebiet, unterstützt nach Kräften den Achimer Anglerverein bei seinem Bemühen um Entschlammung und Wiederbelebung und fordert alle Beteiligten auf, diese sinnvolle Maßnahme nicht an formalen Kriterien scheitern zu lassen. Man begrüßt, dass es dem Achimer FDP-Abgeordneten Dr. Gero Hocker gelungen sei, die dem Verein zugesagten Landesmittel auch fürs nächste Jahr noch zu sichern. Wir berichteten.

Zur Vorgeschichte: Seit mehreren Jahren bemüht sich der Angler-Verein Achim um die Sanierung des Weser-Altarms „Große Brake" in der Bierdener Marsch. Als im September 2010 über 1,1 Tonnen toter Fische von den Anglern geborgen werden mussten, die im verlandeten Gewässer an Sauerstoffmangel elendig starben, begann man nach Mitteln und Wegen zu suchen, das große Gewässer zu stabilisieren, indem man es von derzeit 40 bis 60 cm Wassertiefe wieder auf über 80 cm ausbaggert.

Hilfesuchend wandte sich der Vereinsvorstand an Stadt und Kreis, aber hier fanden sie keine Unterstützung. Erst über den direkten Draht des FDP-Landtagsabgeordneten Dr. Gero Hocker zum damaligen Umweltminister Dr. Stefan Birkner (FDP) wurden Mittel in Form eines Zuwendungsbescheids über 261 300 Euro für diese wesentliche Gewässerschutz-Maßnahme verfügbar gemacht.

Ergänzend will der Achimer Anglerverein Eigenleistungen in Höhe von 30 000 Euro erbringen. Der Landeszuschuss musste bislang bis zum 31. Dezember 2014 verwendet werden. Ansonsten würde er verfallen.

Der Verein hatte zwischenzeitlich mit den Landwirten, deren Land an der Große Brake liegt, Einigkeit über Möglichkeiten der Verteilung der geschätzten 12 500 Kubikmeter Aushub auf den benachbarten Flächen erzielt.

Nun lag es beim Landkreis Verden, eine Genehmigung zu erteilen, aber die zuständigen Stellen meldeten Bedenken an, da der Aushub auf den Flächen das Landschaftsbild beeinträchtige. Andere Argumente wie eine mögliche Kontamination des Schlamms konnten zwischenzeitlich durch gutachterliche Beprobung ausgeräumt werden.

Der FDP-Abgeordnete Gero Hocker hatte dann das Thema im Rahmen einer Kleinen Anfrage in den Landtag gebracht und bekam Antwort vom Umweltminister. Darin wird bestätigt, dass die Maßnahme sinnvoll und genehmigungsfähig ist. Allerdings liege das Genehmigungsverfahren beim Landkreis Verden. Dazu schreibt der Minister: Dem Angler-Verein Achim wurde empfohlen, diese offenen Fragen kurzfristig in einem Gespräch zwischen Projektträger, Landkreis Verden und Landwirtschaftskammer zu klären und gemeinsam konstruktiv Lösungen für die Entschlammung der Großen Braake zu erörtern." Und weiter: Die für die Landeszuwendung bewiffigten Restmittel können in diesem Fall auch in das nächste Jahr übertragen werden und insofern bis spätestens 31. Dezember 2015 durch den Projektträger abgerufen werden.

Somit sind die Mittel verfügbar und es liege nun beim Landkreis Verden, einen Weg aufzuzeigen, um das Projekt zur Stabilisierung zur Großen Brake erfolgreich umzusetzen. Die Zeit ist kritisch, denn nur während weniger Wochen im Jahr kann gebaggert und der Aushub auf Flächen verbracht werden", stellt die Achimer FDP fest.

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