Aussichtsreicher Platz vier für Hocker

Kandidatur für Bundestagswahl

LANDKREIS. Die Aufstellung der FDP-Landesliste zur Bundestagswahl stand im Mittelpunkt des 75. Landesparteitags mit Landesvertreterversammlung in Braunschweig. Dabei waren auch die Delegierten des Kreisverbands Verden und kämpften für ihre Positionen und Gero Hocker als Bundestagskandidaten. Im Anschluss an seine Rede bestätigten die Delegierten Hocker mit über 83 Prozent auf Listenplatz vier. Mit der Position würde er beim Wiedereinzug der FDP in den Bundestag ein Mandat für den Wahlkreis Osterholz-Verden erreichen.

Hocker war zuvor auch vom FDP-Landesvorsitzenden Stefan Birkner auf Listenplatz vier vorgeschlagen worden. In seiner Bewerbungsrede ging der promovierte Wirtschaftswissenschaftler Hocker auf seinen eigenen Bildungsweg ein, dessen Schullaufbahnempfehlung in der sechsten Klasse unter anderem damit begründet wurde, dass er aus „bildungsfernem Milieu" stamme. „Schullaufbahnempfehlungen für Kinder mit dem Bildungsabschluss der Eltern zu begründen, ist das gleiche Selbstverständnis wie das SPD-Gerede vom ‚kleinen Mann'. So werden gesellschaftliche Zustände zementiert, anstatt dem einzelnen Chancen zu eröffnen und Wege zu ebnen. Wir hingegen möchten den Bürger stärken, anstatt ihn dauerhaft vom Staat abhängig zu machen", kritisierte Hocker die jüngsten Äußerungen von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. „Für uns zählen Ehrgeiz und Fleiß, nicht das Elternhaus oder die Herkunft des Menschen", machte Hocker sein liberales Selbstverständnis deutlich.

Inhaltlich forderten die Vertreter über ihren Bezirksverband Elbe-Weser, die Videoüberwachung des öffentlichen Raums nicht flächendeckend zuzulassen. „Es kann nicht sein, dass Straftaten mit einem Generalverdacht gegen alle Bürger begegnet wird. Der Staat braucht nicht ein bisschen Information über jeden von uns, sondern über die tatsächlichen Gefährder so viele Information wie nötig. Außerdem muss die Personalstärke der Polizei ausgebaut und wirkliche Gefährder lückenlos überwacht werden", so der FDP-Landtagsabgeordnete Jan-Christoph Oetjen.

Gero Hocker beantragte zudem, über den Landesvorstand die Diskriminierung von Jägern und Anglern seitens der Politik zu beenden. „Während Jäger und Angler keine Förderung aus Steuermitteln erhalten, schüttet das Land jährlich 350000 Euro für Nabu, BUND und ähnliche Organisationen aus, anstatt konkrete Projekte zu unterstützen. Dem Artenschutz nutzt es gar nichts, wenn BUND und Nabu Verwaltungsmitarbeiter bezahlt bekommen, anstatt unmittelbare Projekte im Bereich Natur - und Artenschutz zu finanzieren. Fördergelder sollten wieder projektbezogen vergeben und Jäger und Angler als staatlich geprüfte Umweltschützer stärker berücksichtigt werden", fordert Hocker. Beide Vorschläge wurden von den Delegierten angenommen bilden nun die Beschlussgrundlage der FDP-Niedersachsen.

 

Quelle: Kreiszeitung, 28. März 2017

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